Teambericht zum Bördesprint des MS Vehrte vom 24.05. in der Motorsport Arena Oschersleben.
In der Hoffnung, dass der "Wonnemonat Mai" uns mit besserem Wetter beglückt, als bei der Osterveranstaltung im März, starteten wir am frühen Samstag Morgen wieder in die Magdeburger Börde. Der Dritte Lauf zum Bördesprint Cup 2008 stand dort auf dem Terminkalender. Nach den guten Ergebnissen (je 2. Plätze) aus den beiden ersten Läufen starteten Klaus und Andreas mit Wohnmobil und Ibiza gegen 7:00 Uhr in Osnabrück. Ohne größere Probleme erreichten wir gegen 11:30 Uhr das Fahrerlager. Aufgrund der vielen Veranstaltungen, die parallele auf der Rennstrecke sowie der Kartbahn stattfanden, wurde uns ein kleiner Bereich im Fahrerlager zugewiesen. Boxen standen uns leider nicht zur Verfügung, da diese der Motorradfraktion zur Verfügung standen. So richteten wir uns häuslich ein und genossen das schöne Wetter an unserem Wohnmobil. Pünktlich gegen 15:00 Uhr konnten wir die Dokumenten und die technische Abnahme absolvieren, um uns anschließend den Übertragungen des F1 Rennens in Kanada sowie dem Start zum 24H Rennen auf dem Nürburgring im TV zu widmen. Zugegebenermaßen wäre Andreas lieber wie im Vorjahr in der Eifel an den Start gegangen, aber mittlerweile muß man schon Großverdiener sein, um in jedem Jahr einen Start in der grünen Hölle bezahlen zu können.
Kurz vor dem Start erreichten auch Stephan und Carsten das Fahrerlager, so daß unsere kleine, aber schlagkräftige Truppe für dieses Wochenende vollständig war. Um 17:00 Uhr wurde dann im Pressezentrum die Fahrerbesprechung durchgeführt. Wie gewohnt, wurden die Fahrer mit Beamer-Unterstützung von Rennleiter Christian Ryczny sowie von Orgaleiter Franz-Josef Moormann für das bevorstehende Rennen gebrieft.
Die Mechaniker bereiteten das Fahrzeug für den Start vor und transportierten unser Equipment in die Boxengasse., wo um 18:15 Uhr die Boxenampel zum ersten Training auf grün geschaltet wurde. Andreas fuhr Reifen und Bremse an, ein schneller Tausch der Einsatzräder für die Hinterachse von vorne nach hinten, einige weitere Runden, dann war das Training bereits für uns beendet. Das Rennfahrzeug und der Fahrer waren startklar für den ersten Rennlauf. Als erster Teilnehmer starteten wir in den ersten von 3 Rennläufen über je 10 Rennrunden. Direkt dahinter reihte sich Kollege Bernd Dreisilker im ebenfalls von Voss-Motorsort/MTO-Engeneering vorbereiteten Grp. H Polo 16V ein. In der ersten Rennrunde überholte dieser dann vor der Gegengeraden. In der schnellen Rechtskurve auf die Gegengeraden brach das Fahrzeug aber unvermittelt wenige Meter vor Andreas mit dem Heck aus und bog ab in Richtung innerer Betonmauer. Bernd konnte den Polo zwar gekonnt abfangen, ein seitlicher Einschlag in die Mauer war aber nicht zu verhindern. Noch vor dem Aufprall löste sich das linke Hinterrad vom Fahrzeug und flog davon. Das hässliche Aufprallgeräusch war bis in das Ibiza Cockpit zu hören. Wie sich später herausstellte, war ausgerechnet in der schnellen Rechtskurve der komplette Felgenstern gebrochen und das Fahrzeug für Bernd nicht mehr zu kontrollieren. Entsprechend geschockt konnte Andreas das Rennen fortsetzen, ohne vom schleudernden Polo oder dessen Teilen getroffen zu werden. In Runde 8 wurde dann Klassenkonkurrent Detlef Kaczmarek im VW Golf 16V größer im Spiegel und kam näher heran. Eingangs der 9. Runde war der Golf aber plötzlich verschwunden und ward nicht mehr gesehen. Problemlos konnte Andreas die Restdistanz absolvieren und kehrte in die Box zurück. Hier stand bereits der Golf von Detlef. Ein Kupplungsschaden hatte ihn aus dem Rennen geworfen. Auch der Ibiza wurde gründlich gecheckt von den Schraubern. Etwas Sorgen bereitete den uns ein leichter Riss in der vorderen linken Bremsscheibe. Gemeinsam entschieden wir uns aber, den 2. Rennlauf mit der Bremse zu bestreiten, bereiteten aber alles für einen eventuellen Tausch der Bremsanlage nach dem 2. Lauf vor. Ohne Probleme wurde der 2.Rennlauf erledigt. Andreas konnte unsere Bestzeit für den neuen Kurs (Umbau der ersten Kurve) auf 1:49,159 verbessern. Leider sah die Bremsscheibe nicht gut aus, der Riss hatte sich nochmals deutlich vergrößert. Wir entschieden uns also für die sichere Variante und tauschten Bremsscheiben und Klötze komplett gegen gebrauchtes ersatzmaterial. Leider wird durch die neue Streckenvariante das gesamte Material, insbesondere Bremsen und Reifen, deutlich stärker belastet. Da die neuen Bremskomponenten zuerst eingefahren werden mussten, begann Andreas Lauf 3 entsprechend vorsichtig. Nach wenigen Runden wurde das Bremspedal erneut sehr weich und das Fahrverhalten wurde sehr unruhig beim bremsen. Also verhalten weiter, um den Klassensieg nicht mehr zu gefährden. Eingangs der letzten Rennrunde sah Andreas dann plötzlich starken Rauch im Spiegel. Der Schreck fuhr ihm gehörig durch alle Glieder, im ersten Moment vermutete er einen motorschaden und das auf den letzten Metern. Vor der Hasseröder Kurve war dann allerdings nichts mehr zu sehen. Also Risiko und weiter und es klappte ohne Probleme. Nach der Auslaufrunde wurde der Ibiza im Parc Ferme abgestellt und hier wurde der Grund für die Rauchentwicklung offensichtlich. Die Schutzmanschette der linken Antriebswelle war geplatzt und das Fett der Antriebswelle hatte sich auf der heißen Bremsscheibe verteilt.
Erleichtert begab sich Andreas zu seinem Team, welches die Boxengasse bereits geräumt hatte. Eine schnelle Dusche im Wohnmobil und dann begann das Zusammenpacken. Carsten und Stephan begaben sich direkt auf den Heimweg. Andreas und Klaus verluden nach Ablauf der Protestfrist den Ibiza und begaben sich um 22:00 Uhr zur Siegerehrung, wo Andreas von F.J. Moormann ein schöner Pokal für den Klassensieg übergeben wurde. Besonders schön war aber der dritte Platz in der Gesamtwertung des Rennens.
Direkt nach der Siegerehrung begaben sich auch Andreas und Klaus auf den Heimweg. Die Heimat wurde gegen 2:30 Uhr erreicht. Müde aber zufrieden wurde somit Rennen 3 beendet. Auch in der Gesamtwertung des Bördesprint Cup konnten wir die Führung übernehmen. Das macht doch Hoffnung auf einen dritten Titel.
Ein Dank geht wieder an alle Sponsoren und Förderer unseres Teams, an Walli für die Verpflegung. Ein besonderer Dank geht aber an Stephan und Carsten, die trotz enger Terminkalender daheim die Zeit fanden, nach Oschersleben zu kommen und zu diesem tollen Ergebnis maßgeblich beigetragen haben.
Die nächste Veranstaltung findet statt am 21. Juni und wird vom VC Berlin ebenfalls als Abendveranstaltung ausgerichtet.
Wir sehen uns….
Andreas von der Haar

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