Teambericht zum Abendrennen des MS-Vehrte vom 19.08.2006 in der Motorsport Arena Oschersleben

Direkt nach dem erfolgreichen Bergrennen in Osnabrück begannen bei unserem Team die Vorbereitungen auf das Abendrennen des MS-Vehrte, welches nur eine Woche nach unserem Heimrennen stattfindet. Insbesondere galt es, die Rundstreckenreifen zu montieren und das Fahrwerk auf die Rundstreckenbedürfnisse einzustellen. Hierbei unterstützte uns die Firma Bosch Service Scholz, deren Gerätschaften wir netterweise benutzen durften. Ein herzliches Dankeschön bei dieser Gelegenheit an Firmenchef Karl-Heinz Scholz. Ebenso ein Dank an Maik Kruse, der uns mit neuen Reifen aushalf, da unser Lieferant einen kleinen Lieferengpass hatte.

Am Samstag morgen machte sich unsere Truppe auf den Weg. Auch bei uns macht sich die Urlaubszeit bemerkbar und unsere Mannstärke war überschaubar. So bestand unser Team aus Guido, Stephan, Klaus, Lowmax und Andreas, sowie unserem Gast, Thomas Behning, dem Schatzmeister des AC Bramsche., der Sven an der Boxentafel vertrat.

Gegen 12:00 Uhr erreichten wir nach kurzem Stau auf der A2 die Motorsport Arena in Oschersleben. Das Fahrerlager war beinahe leer, da die eigentlich für dieses Wochenende geplante Veranstaltung abgesagt war. So konnten wir ohne Platzprobleme unsere Box 29 beziehen, die wir uns an diesem Wochenende mit unserem holländischen Freund Wim Wiehemeijer teilten. Auf der Strecke hatten die Streckenbetreiber einen Testtag angesetzt, der uns Gelegenheit bot, einige interessante Fahrzeuge auf der Strecke zu bewundern. So testete das Konrad Team aus Gütersloh einige seiner spektakulären Saleen GT-Renner aus der FIA GT Weltmeisterschaft. Ebenso waren ein alter DTM Klasse 1 Mercedes und ein Porsche GT3 Cup aus dem Super Cup zu sehen.

Ab 13:30 Uhr erledigten wir ohne Probleme die Dokumenten und die technische Abnahme. Um 16:30 Uhr fand die obligatorische Fahrerbesprechung im neu gestalteten Pressezentrum statt, die von Rennleiter Franz-Josef Moormann moderiert wurde. Als erstes richtete Franz-Josef die Grüße von Günter Jarecki aus, der sich nach seiner ernsthaften Erkrankung und einer erfolgreichen Operation auf dem Weg der Genesung befindet. Auch von uns die Besten Grüße und alles Gute für die weitere Genesung!

Um 17:30 Uhr wurde die Boxenampel erstmals für das 30 Minütige Training auf grün geschaltet. Andreas nutzte diese Gelegenheit wie immer, um das Fahrzeug zu testen und um die Reifen einmal freizufahren. In den letzten Runden des Trainings gelangen bereits 1:48er Zeiten und das Fahrzeug fühlte sich gut an.

Um 18:15 wurde es dann erstmals ernst. Der erste Rennlauf begann. Als erster verließ Andreas die Boxen, gefolgt von der direkten Konkurrenz in Form von Rudolf Hoffmann im schnellen Mazda RX8 sowie von Thorsten Röttger im Übergolf 16V. In der ersten Runde musste Andreas den Golf am Ende der Startgeraden passieren lassen und brachte dabei mit einem etwas früheren Bremspunkt Rudolf Hoffmann etwas in Schwierigkeiten, der mit stehenden Rädern einen Auffahrunfall zu verhindern wusste. Rudolf, sorry nochmals!

Auch den Mazda musste Andreas dann vorbei lassen, da dieser zu diesem Zeitpunkt eindeutig schneller war. Zwar konnte Andreas Sichtkontakt zur Konkurrenz halten, wurde aber mehrfach durch langsame Teilnehmer aufgehalten und verlor entsprechend an Boden. Zwar konnte der Lauf über 10 Runden problemlos beendet werden, der Rückstand auf die Konkurrenz war aber schon beträchtlich. In der Reparaturpause stellte Chefmechaniker Lowmax an einem Vorderreifen eine ähnliche Beulenbildung auf der Lauffläche fest, wie sie im Juli Rennen zu einem Reifenschaden geführt hatte. Aus Sicherheitsgründen wurde dieser Reifen nicht mehr verwendet und wir mussten ohne Wechselreifensatz an der Vorderachse auskommen. Wie immer von ganz vorne ging Andreas in den 2. Lauf. In der 2. Runde musste er abermals den schnellen Golfpiloten Thorsten Röttger passieren lassen, der Mazda aus Zernien war nicht in Sicht. Mit schnellen Runden im 1:48er Bereich spulte Andreas seine Runden ab. In der 7. Runde sah er dann plötzlich den Golf von Thorsten Röttger Eingangs der Gegengeraden ausrollen, wie sich später herausstellte, war ein defekter Zündverteiler der Ausfallgrund. Durch den Ausfall des Hauptkonkurrenten extra motiviert, drehte Andreas noch einmal richtig auf und konnte in den verbleibenden Runden erstmals mit 1:47,9 die 48er Schallmauer durchbrechen. In diesem Lauf konnte Andreas den Rückstand von 17 Sekunden aus Lauf eins auf den Mazda von Rudolf Hoffmann um 7 Sekunden reduzieren. Aber weitere 10 Sekunden Vorsprung für Rudolf waren eine schwere Aufgabe für den 3. Rennlauf. Die Devise konnte nur lauten: Maximum Attack!!!

Auf dem Weg in die Boxengasse stellte Andreas dann aber den Verlust der ersten beiden Gänge fest. Eine schnelle Kontrolle, sowie Versuche, das Problem durch Einstellen der Schaltseile zu beheben, schlugen fehl und so musste Andreas den letzten Rennlauf mit angeschlagenem Getriebe beginnen. Kurz vor dem Start fielen zu allem Übel auch noch einige Regentropfen. Wieder als erster begab sich Andreas auf die schnell abgetrocknete Strecke, musste aber hierzu die Hilfe der Mechaniker Crew in Anspruch nehmen, die ihn mit vereinten Kräften anschob. In der Einführungsrunde waren die verbliebenen Gänge ohne Probleme zu schalten, so dass Andreas mit etwas dickem Hals ordentlich Gas geben konnte. Bereits in der 2. Runde wurde unser Rundenrekord auf erstaunliche 1:47,4 heruntergeschraubt. Nur der sich in der Zielkurve drehende Heinz-Rolf Lütt im Opel Kadett sorgte für eine längere Gelbphase und verhinderte eine 10er Serie von Runden im Bereich von 1:48 und 1:47er Rundenzeiten. Am Ende konnte Andreas dem verbliebenen Hauptkonkurrenten Rudolf Hoffmann im Mazda des Realizer Teams weitere 12 Sekunden seines Vorsprungs abnehmen und die Klasse N5 mit knappen 2 Sekunden Vorsprung gewinnen. Zufrieden stellte er die gelbe Göttin im neu geschaffenen zentralen Park Ferme Bereich ab um zusammen mit dem souveränen Gesamtsieger der Veranstaltung, unserem Freund Wim Wiehemeijer im ehemaligen Schnitzer Werks STW BMW 320i den Fußweg zur Box 29 anzutreten. Auch dort blickte Andreas in zufriedene Gesichter. Auch die Crew war zufrieden mit diesem Ergebnis.

In der Gesamtwertung des Börde Sprint Cup konnten wir unsere Gesamtführung nach der Schlappe vom 29.07 wieder auf 10,1 Punkte ausbauen. Härteste Konkurrenten im Kampf um den Titel 2006 dürfte der Jesteburger Marcus Bulgrin sein, der mit seinem Opel Kadett C-Coupe die Youngtimer Klasse sicher im Griff hatte. Auch Andreas Kaast auf dem neuen Cup Clio hat noch beste Meisterschaftschancen. Der Rest der Saison dürfte also spannend werden. In Führung gingen wir durch die Klassensiege beim Bergrennen und beim Abendrennen auch in der niedersächsischen Rennsportmeisterschaft des NFM.

Leider fällt der Berliner Lauf, der für den 16. September geplant war, definitiv aus. Der Grund ist laut Rennleiter Dr. Werner Rottenberg die Streckenbuchung von Volkswagen, die als Hauptsponsor der Rennstrecke verständlicherweise Vorrecht haben. Lediglich für die historischen Fahrzeuggruppen ABM findet eine Abendveranstaltung statt. Der VCB Berlin hofft auf einen Ersatztermin im Oktober.

Um 21:30 Uhr fand im Pressezentrum der Motorsport Arena die stimmungsvolle Siegerehrung statt, wo wir eine schöne Glastrophäe für den Klassensieg entgegen nehmen durften. Viel Erfreulicher war aber der 7. Platz in der Gesamtwertung des Rennens. Bei einer Starteranzahl von 32 Autos, sowie 25 gewerteten Fahrern ein Traumergebnis für uns.

Direkt nach der Siegerehrung traten wir den Heimweg an, aber nicht, ohne uns vorher in der Raststätte Eilsleben zu stärken. Hier trafen wir auf weitere Teilnehmer wie die Truppe um Heinz-Rolf Lütt, Familie Biermann, sowie Marcus Bulgrin. Nach einem leckeren Abendessen machten wir uns dann endgültig auf den Heimweg. Wegen Müdigkeit des Fahrers musste Chefmechaniker Lowmax auf halbem Weg das Gespann übernehmen und brachte uns sicher um 1:30 Uhr nach Hause. Hier wurde nur noch der Trailer abgekoppelt und die weiteren Entladetätigkeiten auf den Sonntag verschoben. Zur Veranstaltung kann man den Vehrtern nur ein Kompliment aussprechen. Da dieser Abendsprint für den MS-Vehrte gleichzeitig der letzte Sprint des Jahres war, möchten wir uns für die wenigen, aber schönen Rennen bedanken.

Wir freuen uns schon auf die letzten Saisonrennen und werden die Pause nutzen, unsere Göttin komplett durchzuchecken und vorzubereiten, damit wir dann ohne technische Probleme um den Titel kämpfen können.

Abschließend wieder ein Dank an alle Sponsoren und Förderer unseres Teams, besonders aber an Walli für den leckeren Salat und an Guido und seine Fa. Textil & Eiltransporte für den Transportservice.

Wir sehen uns….

Viele Grüße aus Osnabrück

Andreas von der Haar

P.S. Leider gibt es von dieser Veranstaltung fast keine Fotos, da der Chef die Kamera vergessen hat. SORRY!

 

Copyright © 2006